Schottland 2008

5.Juli - 13.Juli

West-Highland-Way

Balmaha - Fort William

 

Wegmarkierung West Highland Way

 

 1. Tag

 

 

Um 11:30Uhr kamen wir voller Tatendrang und wohlbehalten in Edinburgh an.

Es war trocken und der Himmel war bedeckt.

Flughafen Frankfurt/HahnFlughafen Edinburgh

 

Wir checkten aus und hatten erst einmal einen Berg voll Arbeit vor uns. Aus Kostengründen hatten wir viele Sachen im Handgepäck, dass nun zweckmäßig umgepackt werden musste. Gesagt, getan.

Patrick und Janine im Flughafen Edinburgh

Anschließend suchten wir uns eine kleine Snackbar um etwas zu Essen. In einem Getränkemarkt versorgten wir uns mit Getränken, die für den heutigen Tag genügen sollten. Jetzt wurde es ernst. Das Kaufen eines Tickets für den Bus war nicht gerade einfach, da der Zielort 104km entfernt war. Das erste Umsteigen fand bereits nach 4km in Edingburgh statt, wo meine Tochter Janine ihren neuen Hut im Bus liegen ließ. Denn in den Bussen gibt es keinen Hinweis auf die nächste Haltestelle.

Zwischenstation in Ballloch - Patrick und Janine beim Fish&Chips essen.

 

Nach etwas längerer Wartezeit hielt ein Bus per Handzeichen, der uns nach Glasgow zur Busstation Buchanan Street brachte. Hier erkundigten wir uns, wie die Reise nach Balmaha weiter geht. Buslinie nach Balloch und anschließend ein letztes Mal umsteigen nach Balmaha. Patrick beim Anziehen der Regenkleidung

 

 

In Balloch hatten wir eine Stunde Aufenthalt, die wir nutzten um uns mit Fisch & Chips zu versorgen und um eine Gaskartusche für den Gaskocher zu kaufen. Während der ganzen Fahrt von Edingburg nach Balmaha war es fast nur am regnen. Um 18:00Uhr kamen wir in Balmaha an, machten unser Gepäck wasserdicht und liefen bei etwas Nieselregen los.

 

 

 

Unser erstes Bild vom Loch Lomond bei BalmahaFischerhaus bei Balmaha

Patrick und Janine nach den ersten KilometernMeine Wenigkeit beim Fotografieren des Loch Lommond

Um den nächsten Tag an zu laufenden Kilometern etwas zu verkürzen, beschlossen wir an diesem Abend noch etwas zu laufen und die schottische Landschaft zu genießen. Um 20:30 hatten wir endlich den geeigneten Zeltplatz kurz hinter der Anchorage Cottage mitten im Wald gefunden nachdem wir vergebens versuchten auf einem anderen Platz die Heringe in den Boden zu treiben.

Blick von unserem Zeltplatz im Wald auf den Loch Lomond

Bis dahin hatten wir zwei Campingplätze ( Milarrochy und Cashel) passiert die wir links liegen ließen. Bedingt durch die Windstille im Wald waren sofort die Plagegeister Midges (sehr kleine Stechmücken)vor Ort und hatten Ihren Spaß daran uns zu malträtieren. Schnell das Zelt aufgebaut und eingeräumt, um anschließend den Versuch zu starten etwas zu kochen.

 

SCHITT wir hatten nur eine Gaskartusche für unseren alten Kocher bekommen, dessen Dichtung nicht mehr vorhanden war. Das Gas strömte unverrichteter Dinge aus und das warme Abendessen blieb aus. Die ganze Nacht über konnte man das Rauschen des Windes in den Baumwipfeln hören, so dass man Angst bekommen konnte, das Äste auf das Zelt stürzen könnten.

 


2. Tag

Anchorage Cottage
Am 6:00Uhr war die Nacht für Patrick und mich zu Ende. Patrick ging ohne Erfolg Angeln und ich ging Spazieren und lief gegen 7:00Uhr zum 20min entfernten Campingplatz um Gaskartuschen zu besorgen. Leider auch ohne Erfolg, da das Lädchen auf dem Campingplatz erst um 9:00Uhr öffnete.

 

1 Stunde später konnten wir endlich das ersehnte Gas und noch ein paar andere Utensilien unser Eigen nennen. Zum Frühstück gab es einen schönen warmen Kaffee. Beim Abbau des Zeltes waren die Midges wieder mal eine wahre Plage, so das das Packen rasch von statten ging.

Patrick macht eine PauseAuf dem Weg nach Rowardenan

Janine im Vergleich zu einer BaumwurzelRowardenan Hotel

 

 

Um 10:20 ging es endlich auf die Reise Richtung Rowardennan, das nur aus ein paar Ferienhäusern und einem Hotel bestand.

Janine am Boden zerstörtPatrick hat auch seine Probleme

In der Nähe ist ein Informationsgebäude und Ausgangspunkt zur Besteigung des Ben Lommond. Das Infogebäude diente uns zu einer kleinen Rast mit warmem Kaffee.  In ein paar hundert Metern Entfernung gab es noch eine wunderschöne Jugendherberge, die aber geschlossen hatte.

Jugendherberge kurz hinter Rowardenan

Aber der schlimmste Abschnitt des Tages sollte noch kommen. ca. 1,5km nach der Jugendherberge teilt sich der West Highland Way. Der obere Weg führt als ganz normaler Forstweg weiter und der untere Weg, den wir nahmen, ging als Fußweg zum Teil knapp über dem Loch Lommond entlang. Dieser Weg schien das letzte mal im Mittelalter gepflegt worden zu sein. Es ging über Stock und Stein, Bäume mussten überklettert oder halb auf dem Boden liegend unterwandert werden. Das ganze fand bei leichtem Regen in einer wahren Schlammschlacht statt. Wenn sich der Weg zu nahe dem See näherte führte er über Felsklippen die sehr gefährlich waren. Bilder haben wir aus diesem Bereich leider keine, da wir irgendwann froh waren die Rowchoish Bothy (kleine Steinhütte) erreicht zu haben.

Rowchoish BothyInnenraum der Rowchoish Bothy

Schöne FeuerstelleGegrillte Wurst zum Frühstück

Die Hütte war nach so einem anstrengenden Tag ein Traum. Es war ein wenig Holz vorhanden, den Rest besorgten wir uns im vor der Haustür liegenden Tannenwald, um in der Feuerstelle ein schönes Feuer zu machen.

Rowchoish Bothy von der Seeseite

Einer der schönsten Punkte war natürlich das die Midges vor der Tür blieben und wir nicht belästigt wurden. Hier konnten wir uns ein schönes Abendessen bereiten und den Tag gegen 21:00Uhr ausklingen lassen.

 

3. Tag

Um 7:00Uhr wurde ich wach, ging durch den Wald zum See hinunter um mich zu waschen und Kaffeewasser zu holen. Die Kinder hatten noch keine Lust zum Aufstehen. Es war etwas kälter geworden, darum beschloss ich Holz zu holen und ein Feuer in "unserem" Kamin zu machen. Nach einiger Zeit standen auch die Kinder endlich auf und ich kam auf die Idee mir einen Landjäger zum Frühstück im Kamin zu braten. Sieht gut aus und schmeckt auch lecker.

Janine beim Kühlen der FüßeLoch Lomond kurz vor Inversnaid

Das Wetter zeigte sich heute Morgen von seiner besten Seite, so dass wir endlich um 10:45 starten konnten. Nach einigen hundert Metern traf sich der obere West Highland Way mit dem unteren wieder und setzten ihren gemeinsamen Weg nach Inversnaid fort. Während einer kurzen Pause sahen wir einige Haubentaucher auf dem See.

Brücke kurz vor Inversnaid

 

Die nächsten Kilometer hatten nichts Atem beraubendes zu bieten, bis auf die Wasserfälle kurz vor Inversnaid, wo wir eine längere Pause einlegten.

 

Wasserfall bei Inversnaid

 

Inversnaid besteht eigentlich nur aus einem Hotel und einem Fähranlegesteg. Wurde aber reichlich besucht. Auch wir aßen hier zu Mittag und tranken ein kühles Bier.

Ein kühles Bier in Inversnaidhotel - eine wahre Köstlichkeit.

Um 14:00Uhr ging es weiter Richtung Inverarnan. Etwa 1,5km hinter Inversnaid trafen wir auf Rob Roy's Höhle. Rob Roy war im Mittelalter der Robin Hood des Nordens und soll zu Lebzeiten in dieser Höhle gewohnt haben. Wir haben ihn leider nicht mehr gesehen.

Wegweisser zu Rob Roy's HöhleWegstück zwischen Inversnaid und Doune Bothy

Der weitere Wegverlauf gestaltet sich sehr schön mit zum teil sehr tollen kleinen Stränden und das Ganze wird untermalt von sehr schönem Wetter.

Janine an einem kleinen Sandstrand Loch Lomond

Nach ca. weiteren 2km erreichen wir die wunderschön gelegene Doune Bothy, eine weitere Schutzhütte die direkt am Wegrand steht. Auch diese Hütte finden wir einsam und alleine vor. Kaum angekommen wird sich gemütlich eingerichtet und das Quartier bezogen. Gelegentlich schauen einige Wanderer rein, es werden einige Worte gewechselt, gehen dann aber weiter.

Patrick auf dem Weg zur Doune BothyDoune Bothy

Innenraum der Doune BothyInnenraum der Doune Bothy

Der direkt neben dem Haus entlang fliesende Bach diente zum Waschen und als Quelle zum Kochen. Da es hier nur kleinwüchsigen Laubwald (vereinzelte Bäume) gab, war es nicht so einfach Holz zum entfachen des Feuers zu finden. Wir mussten die trockenen Ästchen an den Bäumen "ernten", um diese zum anfeuern zu benutzen. Dickere Äste lagen bereits in der Hütte, waren aber noch nicht ganz trocken.

Loch Lomond - im Hintergrund ArdluiLoch Lomond

Dieses Mal mussten wir die Hütte mit zwei Schotten aus Glasgow teilen, die gegen Abend eintrafen. Auch dies wurde wieder zu einem gemütlichen Abend. Nach einem langen Plausch und etwas Whisky von den Schotten, beendeten wir den Abend gegen 21:30Uhr.


4. Tag


Gegen 8:00Uhr wurden ich und der Rest der Meute in der Hütte, von meinem Handy geweckt. Ein kurzer Blick aus dem Fenster verheißt Sonne ohne Ende, es ist strahlend blauer Himmel. Auch die beiden Schotten krabbeln aus Ihren Schlafsäcken, nur meine "Kinder" brauchen wie immer eine Sondereinladung.

Letzter Blick auf den Loch Lommond

Schnell einmal raus um einige Bilder zu machen und Kaffewasser zu holen, es ist wirklich herrlich hier oben über dem See. Die beiden Schotten verlassen uns so gegen 9:00 und wollen mit der Fähre nach Ardlui fahren und dann weiter nach Tyndrum. Wir schaffen es erst eine Stunde später die Hütte zu verlassen. Zuerst geht es über eine kleine Hochebene und dann durch Wald hinab zur Beinglas Farm.

Die Wig Wam's der Beinglas FarmZufahrt zur Beinglas Farm

 

Die Beinglas Farm hat 4 Holzhütten, einen Campingplatz und einige Schlafplätze zu bieten. Janine bringen wir zur nächsten Bushaltestelle, damit sie die nächsten 10km mit dem Bus nach Crianlarich fahren kann. Es war kaum zu glauben, aber hier trafen wir unsere zwei Schotten schon wieder. Diese hatten sich des schweren Rucksacks entledigt (Transportservice) und liefen nun locker und flockig ihrem Tagesziel entgegen.

Janine gegenüber einem kleinen Hotel

Nachdem Janine uns verlassen hatte, genossen wir noch schnell ein Bier auf der Beinglas Farm, um dann unseren Weg fortzusetzen. Die erste halbe Stunde mussten wir in starkem Regen laufen, der aber irgendwann aufhörte. Leider führte der River Falloch nicht viel Wasser, so dass die "Falls of Falloch" nicht so richtig zur Geltung kamen.

Falls of Falloch

Wir passierten die Derrydaroch Farm und bei der Carmyle Cottage mussten wir durch eine sehr niedrige Unterführung die A82 und die Bahnlinie queren.

Unterführung A82

Nach kurzem Aufstieg treffen wir auf eine alte Militärstraße die bis zur Keilator Farm und dann wieder in einem schmalen Weg bis zur Abzweigung nach Crianlarich führt. Schon aus der Ferne erkennen wir am Waldrand mein Töchterchen wieder, das den Weg von Crianlarich nach hier gefunden hatte.

Janine im Wald an einer Wegkreuzung

Der weitere Weg verläuft in ständigem auf und ab durch ein schönes Waldstück, das immer wieder einen sehr schönen Ausblick in das Strath Fillian zuläßt. Langsam wird es Zeit, dass wir zur Aughtertire Farm, unserem nächsten Tagesziel gelangen, denn mir tun bereits alle Knochen weh. Gegen 17:30 erreichen wir endlich unser Ziel.

Ankunft an unserem Wig Wam auf der Aughtertire FarmFrisch Geduscht beim Kochen.Innenraum der Wig Wam's

Hier mieten wir uns eine kleine Holzhütte mit dicken Matratzen zum übernachten. Hier bietet sich auch mal die Möglichkeit zu duschen, die selbstverständlich sofort genutzt wird. An diesem Abend bin ich total erschöpft und wir schlafen sehr früh.


5. Tag


Um 8Uhr ist Aufstehen angesagt. Die Farm bietet sogar eine kleine Küche in der man sich Kaffee und Sonstiges kochen kann. Hier wird erst mal gut gefrühstückt und dann die Hütte geräumt um aufzubrechen. Der nächste Ort ist Tyndrum, den wir nach ca. 3,5km erreichen. In Tyndrum gehen wir in Brodie's mini market, ein kleiner Einkaufsladen der vieles zu bieten hat.

Brodie's Mini Market - letzte Einkaufsmöglichkeit die nächsten 2 Tage

Die Läden hier sind die letzten bis Kinlochleven, dies ist noch weit entfernt. Auch hier nehmen wir noch ein köstliches Bier zu uns, bevor es mit dem Bus nach Bridge of Orchy weitergeht.

Landschaft pur - zwischen Tyndrum und Bridge of OrchyMein Töchterchen Janine

Wir überqueren die Bridge of Orchy und folgen dem Weg auf einen kleinen Hügel von dem wir eine tolle Aussicht auf Loch Tulla, Black Mount Lodge und Inveroran Hotel haben.

Loch Tulla und Black Mount LodgeInveroran Hotel

Nachdem wir die Aussicht in vollen Zügen genossen haben, geht es weiter, jetzt bergab vorbei an Inveroran Hotel zu Victoria Bridge, einer kleine Brücke die den Abhainn Shira überquert. Auch hier legen wir eine kurze Pause ein und genießen die Landschaft.  

Janine auf der Victoria Bridge

Ab jetzt steigt das Gelände ständig an, vorbei an der Forest Lodge aus dem Wald heraus auf freies Gelände. Hier gibt es nur noch morastigen Boden, keine Möglichkeit ein Zelt aufzuschlagen (Rannoch Moor). Wir müssen lange suchen um ein trockenes Plätzchen für unser Zelt zu finden.

 

Unser Zeltplatz im Rannoch Moor

 

6. Tag


Der folgende Tag beginnt mit Regen, den man auf dem Zelt hören kann. Keiner möchte aufstehen, weil das Wetter nichts Gutes verheißt. Tatsächlich hört es sich im Zelt schlimmer an als es ist. Es sind nur wenige Tropfen die die Luft erfüllen, und nach einigen Minuten hört der Regen ganz auf.

Unser Zeltplatz im Rannoch Moor

Ich gehe mich an einem Bach waschen und besorge uns Kaffeewasser für das Frühstück. Trübe Aussicht beim Wetter, aber immerhin bleibt es beim Frühstücken und Zeltabbau trocken. Gegen 11Uhr geht es weiter Richtung Kingshouse Hotel.

Rannoch Moor

Wenn wir schönes Wetter hätten, dann könnten wir eine tolle Aussicht auf das Rannoch Moor genießen, so müssen wir uns mit immer wiederkehrendem Regen und grauem Wetter begnügen. Aber es wurde stündlich besser. Nach 2 Stunden erreichen wir Kingshouse Hotel und wen trafen wir wieder, unsere zwei Schotten aus der Doune Bothy. In der Bar genießen wir das Bier und etwas zu essen.

Kingshouse HotelBar im Kingshouse Hotel

Die Schotten wollen diese Nacht hier im Hotel verbringen. Wir erzählen Ihnen, dass wir heute noch den Devils staircase laufen möchten, darauf antworten sie "two beer is to much, see you later in the hospital" sollte aber nur ein Scherz sein. Bis zum Einstieg von Devils staircase waren es noch 3km, die wir nicht laufen wollten. In der Bar fragten wir nach einer Fahrmöglichkeit bis dahin, worauf sich ein Schotte bereiterklärte, wenn er sein Bier getrunken hat, uns zu fahren. Um 15:30Uhr verabschieden wir uns von dem netten Schotten und begannen den Aufstieg.

Auf dem Devils StaircaseAuf dem Devils Staircase

Der Aufstieg war in einer halben Stunde erledigt, keine Probleme, aber der Abstieg nach Kinlochleven sollte noch bis 18:30Uhr dauern. Unterwegs schmerzten meine Füße so stark, das ich meine Wanderschuhe gegen Turnschuhe tauschte.

Blackwater CampingplatzZwei Anglerinen - gut ausgerüstet

Kaum auf dem Blackwater Campingplatz angekommen wurden wir von den Midges empfangen, diese sind hier eine wahre Plage. Der Supermarkt in der Nähe wurde zu einem kleinen Einkaufsbummel genutzt und um ein gepflegtes Bier zu trinken.

Na sowas, kann ja richtig teuer werden

 

7. Tag

 

Mit Laufen ist jetzt Schluss, deshalb haben wir auch alle Zeit der Welt und stehen erst um halb zehn auf. Wenn man das Zelt verlässt, wird man sofort von den Midges geplagt, die hier auf diesem Platz in großen Scharen auftreten. Die Dusche war mir an diesem Morgen zu kalt, es wird sich schon noch eine bessere Gelegenheit bieten. Wir bauen unser Zelt ab, packen unsere Sachen und suchen in Kinlochleven eine Bushaltestelle um nach Fort William zu kommen. So eine Busfahrt hat auch Ihre Vorteile. Man kann sich die Landschaft anschauen und schont dabei seine Knochen.

 

Ankunft auf dem Campingplatz Glen Nevis bei Fort Williams

 

Leider mussten wir in Fort William feststellen, dass der Campingplatz 4 Kilometer außerhalb liegt. Also Rucksack auf und Laufen. Der Campingplatz ist sehr schön und liegt direkt am Fuße von Großbritanniens höchstem Berg, dem Ben Nevis. Hier war erst mal Duschen angesagt. Herrlich warmes Wasser, alles sauber, ein Genuss.

 

 

Alter Friedhof in Fort Williams

Nachdem das Zelt aufgebaut war, wanderten wir zurück nach Fort William um uns etwas umzuschauen und einen Einkaufsbummel zu machen. Fort William liegt direkt am Ufer des Loch Linnhe mit Blick auf den Ben Nevis. Gegen Abend ging es zurück (laufen) auf den Campingplatz, wo wir einen Holländer mit seinen zwei Söhnen kennenlernten. Diese erzählten uns, dass sie gestern auf dem Ben Nevis waren und es auf dem Gipfel nur 0 Grad waren. Patrick war so begeistert, dass er am nächsten morgen den Berg besteigen wollte. Nach einem gemütlichen Abend mit Holländern und ein paar Bierchen ging es ins Bett.

 

 

 

 

 

 

Fort WilliamsKirche in Fort Williams

 

 

8.Tag

 

Ich war wie immer der erste beim Aufstehen und fühlte mich an diesem Morgen pudelwohl. Patrick hatte keine Lust zum Aufstehen und somit war das Kapitel Ben Nevis besteigen für ihn abgeschlossen. Aber mich packte die Lust und somit beschloss ich um 9 Uhr die Tour zu machen. Es gab da ein kleines Problem, wir hatten ja nur die großen Rucksäcke dabei, die ich für diese Tour nicht nutzen konnte. Im Tal waren es bereits 20 Grad auf dem Gipfel lausige 0 Grad. Also musste ich alles anziehen bzw. Trinken und Essen in meinen Jackentaschen verstauen.

 

Aufstieg auf den Ben Nevis Auf dem höchsten Punkt des Ben Nevis

Unser Campingplatz vom Ben NevisAussicht vom Ben Nevis

 

Auf dem steilen Weg nach oben kam ich ganz schön ins Schwitzen. Für einen der die Einsamkeit mag, ist diese Tour nicht zu empfehlen. Ich weiß nicht wie viele geführte Gruppen ich in diesen 5 Stunden gesehen habe, aber es waren bestimmt über 200 Menschen. An 340 Tagen im Jahr soll der Gipfel in Wolken gehüllt sein, das war auch leider an diesem Tag so. War zwar mal ganz nett hier oben gewesen zu sein, aber ein zweites Mal würde ich mir das nicht mehr antun.

Am Nachmittag besuchten wir noch einmal Fort William, machten ein paar Einkäufe und suchten uns eine Busverbindung, die uns am nächsten Tag nach Glasgow führen sollte. Den Abend verbrachten wir wieder mit den Holländern auf dem Campingplatz.

 

Vorsicht!!!! Alte Leute

 

9.Tag

 

 

 

Letzer Tag auf dem Campingplatz Glen Nevis

Frühes Aufstehen war angesagt, das Zelt musste abgebaut und die Strecke nach Fort William ein letztes Mal gelaufen werden. Um 11 Uhr fuhr unser Bus die 222 km lange Strecke von Fort William über Glasgow zum Flughafen Prestwick. Am Abend ging unsere Flug zurück nach Deutschland.

 

Ende des West Highland Way's

Dies war für mich eine sehr anstrengende aber fantastische Tour, die ich nie vergessen werde. Ich glaube ich werde das Ganze in ähnlicher Weise noch einmal wiederholen.