Hüttenwanderung Allgäu

2002

Riezlern - Fiderepaßhütte - Mindelheimer Hütte -Widdersteinhütte  - Baad

 

 

 

1. Tag  Sonntag  07.07.2002

   Ankunft in Riezlern

 

   Morgens um 600Uhr kommt Familie Kunz (Albert, Elisabeth und Nadine) uns (Maria und Frank) pünktlich abholen. Anschließend müssen wir noch Hermann in Johannisberg holen, der auch tatsächlich schon fertig ist.   

Nun geht es auf der Autobahn staufrei über/an Stutttalstation kanzelwandbahngart vorbei nach Riezlern im Kleinwalsertal, das wir um 1120Uhr erreichen.  Das Wetter ist durchwachsen, die Berge liegen ein wenig im Nebel, aber es ist trocken. Wir kriegen sogar einen Parkplatz   ( 3Euro/Tag)  direkt an der Talstation Kanzelwandbahn.   

Nach langem Aus- und Einpacken und zurechtmachen unserer Rucksäcke geht es um 1200Uhr in 10Minuten mit der Kanzelwandbahn hoch zur Bergstation (1968m). riezlern Nach kurzer Wegsuche geht es abwärts über Gundsattel und Obergern bis zur verfallenen Roßgundalm (1725m). Anschließend laufen wir noch ein wenig damit wir um 1335Uhr eine Pause machen können. Bis dahin sind die Frauen gut gelaufen. Nach 20 Minuten geht es leicht ansteigend weiter bis zur Kühgundalm (1744m). Ab jetzt ist Schluss mit lustig, jetzt geht es 300m aufwärts bis zur 2067m hoch gelegenen Fidererpaßhütte, die wir um 1520Uhr erreichen.  Die Frauen haben so ihre leichten Probleme.  

 

Von hier aus hat man einen tollen Ausblick. Wir mieten uns in einem tollen 6-Bettzimmer ein, das leider nur fiderepaßhütte Hängematten als Schlafgelegen- heiten bietet. Um 1700Uhr brechen Albert, Hermann und ich zum nahegelegen Schüsser (2260m) auf. Hermann verlässt uns nach ca. 100 Höhenmeter und ich schaffe die letzten 6 Meter zum Gipfel nicht mehr, weil mir die Wand zu hoch ist. Albert erreicht um 1800Uhr den Gipfel, der sich beim Aufbruch der Wanderung noch in Nebel hüllte.auf dem weg zum schüsser Um 1845Uhr gibt es Abendessen. Da einige unserer Bergkameradinnen Warmduscher sind, sitzen wir im Hochsommer vor einem überhitzten Holzofen im Schweiße unseres Angesichtes beim Abendessen. Nach einem gemütlichen Abendessen gehen wir um 2145Uhr ins Bett.    

 

 

 

 

2. Tag  Montag  08.07.2002   

 

Mindelheimer Klettersteig

  

Um 620Uhr stehen wir auf. Die Nacht in den Hängematten ist uns nicht sonderlich gut bekommen, aber dafür werden wir mit sehr schönem Wetter begrüßt.aufbruch zum klettersteig Nach der Morgentoilette gibt es um 700Uhr ein prima Frühstück. Um 820Uhr brechen Albert, Hermann und ich zum Mindelheimer Klettersteig auf.  

 

Zuerst müssen wir die Fiderescharte (2214m) erklimmen, die wir in 25 Minuten erreicht haben, von der aus es direkt in den Klettersteig geht. Den Einstieg zum Klettersteig bildet eine leicht überhängende 7 Meter hohe Wand, die nicht ganz ohne ist. Nun geht es über Leitern und an Seilen nach oben zum 2320m hohen 3.Schafalpenkopf. Hier kann man die Aussicht über die ganzen umliegenden Berge und die

 

im mindelheimer klettersteig Fiderepaßhütte genießen. Weiter geht es über diverse Leitern, Eisen und eine Leiterbrücke zum 2301m hoch gelegenen 2.Schafalpenkopf. In diesem Gebiet muss ich zum ersten Mal meinen Klettergurt benutzen, weil die Angst langsam in mir hochkommt. Nun geht es wieder einige Meter abwärts um anschließend den 2272m 1.Schafalpenkopf zu durchklettern. Beim Abstieg sehen wir 2 Gruppen Steinböcke die sich auf Felsvorsprüngen sonnen. Nun ist nur noch der 2191m hohe Kemptner Kopf zu erklimmen, bevor wir die 2058m hohe im mindelheimer klettersteig Mindelheimer Hütte um 1250Uhr erreichen.    

 

Albert musste mal kurz zu der Toilette, sagte uns aber, das wir ihm ein Bier mitbestellen sollten. Die Bedienung kam tatsächlich während seiner Abwesendheit und wir bestellten uns jeder

 

 

 

 

im mindelheimer klettersteig ein Maß Radler und für Albert ein Maß Bier. Als er zurückkam war er überrascht und betitulierte die Getränkegläser als „Putzeimer“. Nach dieser kleinen Auffrischung verlassen wir die Mindelheimer Hütte um 1330Uhr über den Krumbacher Höhenweg und die Fiderescharte. Der 350m hohe Anstieg zur Fiderescharte war eine ganze schöne Quälerei in der Hitze des Nachmittags, zu mal nicht der geringste Wind ging. Um 1535Uhr erreichen wir endlich die Fiderepaßhütte mit einem tollen Gefühl den Klettersteig bezwungen zu haben.mindelheimer hütte - ein verdientes bier  

 

 

Die Frauen haben an diesem Tag kleinere Wanderungen um die Fiderepaßhütte unternommen. Maria und ich laufen gegen Abend noch mal ein Stück auf den 2260m hohen Schüsser und genießen die Aussicht.

schlafraum fiderepaßhütte

Um 1850Uhr gibt es ein gutes Abendessen. Der Tag klingt mit einem wunderschönen Sonnenuntergang aus und um 2200Uhr gehen wir ins Bett.

 

 

 

 

  3. Tag  Dienstag  09.07.2002   

 

Von der Fiderepaßhütte zur Mindelheimer Hütte  

 

Um 615Uhr beginnt für uns der Tag mit herrlichem Sonnenschein. Wie gewöhnlich geht es zur Morgentoilette, damit wir um 700Uhr unser Frühstück zu uns nehmen können. Der Tisch ist reichlich gedeckt und somit hatte auch keiner gesehen das Nadine eine Teeflasche vergessen hatte.   

 

Nach dem schnellen Aufbruch um 735Uhr erreichen wir um 805Uhr die Fiderescharte. Hier teilt sich der Weg zur Mindelheimer Hütte und zum Klettersteig.Albert, Hermann, Nadine und ich gehen noch einmal kurz in den Klettersteig, aber Nadine hat bereits an der ersten Hürde Schwierigkeiten. unsere netten damen

 

Ich erklimme noch einmal schnell den 3.Schafalpenkopf und um 920Uhr geht es mit der gesamten Gruppe weiter. Nach 350m Abstieg und einem Stück auf dem Krumbacher Höhenweg machen wir um 1030Uhr eine Pause von 30 Minuten und genießen die Aussicht auf die Rappenseehütte und die umliegenden Berge. Weiter geht es den leicht ansteigenden Weg zur Mindelheimer Hütte, die wir um1210Uhr erreichen.mindelheimer hütte  

 

Nach einer kurzen Pause und einem Getränk beziehen wir unser Quartier, das aus einem großen Schlafraum besteht, in dem wir die ersten sind. Damit es uns nicht langweilig wurde brachen Albert und ich um 1345Uhr zum nahegelegenen Geißhorn (2366m) auf. Um 1500Uhr erreichen wir den Gipfel, der von einer nachfolgenden Gruppe kurz darauf übervölkert wurde. Kurz darauf machen wir uns auf den Rückweg und treffen im "Wilden Gund" auf den Rest unserer Gruppe, die auch einen Spaziergang macht. mindelheimer hütteUm 1630Uhr erreichen wir die Mindelheimer Hütte. Oh Schock, wir kommen in unseren Schlafraum und sehen das der fast vollständig gefüllt ist. Das kann ja eine tolle Nacht geben. Wir haben hier wie auch in der letzten Hütte "Voll"pension genommen, was sich um 1830Uhr beim Abendessen herausstellt. Der Tisch ist übersät mit Salaten und sonstigen Sachen, es ist einfach viel zu viel. Im laufe des Abends schien es sehr kalt zu werden, denn Maria bestellte sich einen Glühwein. Nach einigen Verdauungsschnäpschen ging es gegen 2130Uhr in das Bett.  

 

 

 

4. Tag  Mittwoch  10.07.2002   

 

Von der Mindelheimer Hütte zur Widdersteinhütte    

 

Um 615Uhr ist Aufstehen angesagt. Die Nacht hat sich trotz der vielen Gäste in UNSEREM SCHLAFRAUM als sehr erträglich dargestellt. xxxxx Um 700Uhr gibt es wie immer ein gutes Frühstück und die  Diskussion um die Stückzahl der Kunz'chen Teeflaschen bricht erneut los. Das Ergebnis ist, das wieder eine Teeflasche auf dem Tisch stehen bleibt, welches die Siegfried's aber bemerkt haben und Albert informieren. Albert bringt voller Freude seiner Elisabeth die Teeflasche. Alberts Spruch: "Kann es denn so schwer sein, darauf zu achten das jeder zwei Flaschen an seinem Rucksack hat. hä ???   Um 740Uhr geht es in drei Gruppen (Elisabeth, Nadine; Maria, Frank; Albert, Hermann) in wenigen Minuten Abständen los zur Widdersteinhütte (2010m). Nach einiger Zeit haben sich diese Gruppen  oberhalb des "Wilden Gundes" wieder zu einer Gruppe und einer Pause um 835Uhr auf einem 2205m hohen Sattel formiert. Nach der gemütlichen Pause geht es auf dem weg zur widdersteinhütte um 900Uhr weiter. Zuerst heißt es 250m abzusteigen, um dann das Gebiet zwischen Gemstelkoblach und Gemstelpaß, das wie eine große Dünenlandschaft aussah, zu passieren. Um 1145Uhr erreichen Maria und ich bereits die Widdersteinhütte, der Rest der Gruppe kommt etwas später, da sie eine kleine Pause einlegten.   

 

Dies ist eine sehr kleine Hütte im Privatbesitz. widdersteinhütte Wie immer wird etwas getrunken, um anschließend das Quartier zu beziehen. Der Schlafraum ist unter dem Dach und nicht gerade auf dem neusten Stand der Dinge, aber wir sind alleine. Albert, Hermann und ich brechen um 1350Uhr zum nahegelegenen Widderstein auf, da die Hüttenwirtin sagte, es solle erst am späten Nachmittag anfangen zu regnen. Nach 30 Minuten Aufstieg treffen wir einen Mann mit seinem Sohn die vom Widderstein absteigen und uns abraten diesen zu besteigen, weil das Wetter schlechter wird. Auch wir hatten dies bereits erkannt, weil der Nebel sich langsam um den Berg herumschlich. Wir stiegen noch ein Stück weiter auf, um uns genau über die Wetterlage zu informieren. Oh Schreck, der Nebel kam  näher und wir begannen einen schnellen Abstieg. Das letzte Stück zur Hütte liefen wir fast im Dauerlauf, damit wir ja nicht nass wurden. Kurze Zeit später fing es richtig an zu regnen, was sich den restlichen Tag fortsetzte.  

 

Der angefangene Nachmittag bis zum Abend wurde mit Spielen und Ähnlichem verbracht. Um 1830Uhr gab es Abendessen (hatten schon besseres) und es wurde bis 2230Uhr gespielt, bis wir dann zu Bett gingen. Das Lager mussten wir uns mit einem Mann und seinem Sohn teilen, aber es war ja genügend Platz unter dem Dach. 

 

5. Tag  Donnerstag  11.07.2002   

 

Von der Widdersteinhütte Abstieg nach Baad  

 

widdersteinhütte - aufbruch am nächsten morgenIn der Nacht war es ganz schön kalt, so das wir mehrere Decken benutzen mussten. Trotzdem haben wir bis 720Uhr geschlafen. Es gab doch tatsächlich Leute, die ich um diese Uhrzeit mit meinem behutsamen Putzen der Nase geweckt habe. Gelle Elisabeth. Ein Blick aus dem Fenster verriet uns, das wir heute warme Sachen anziehen mussten. Um 745Uhr gab es Frühstück, wobei wir das erste Mal Brot bekamen, das nicht Uralt erschien. Die Rucksäcke wurden fertig gemacht und um 840Uhr ging es los nach Baad.auf dem weg nach baad   

 

Es dauerte nicht lange und es fing erneut an zu Regen. Dies brachte uns eine kurze Pause um die Regensachen anzuziehen. Nach einiger Zeit und bereits 400m Abstieg erschien langsam etwas blau am Himmel und wir konnten die Regensachen wieder in unseren Rucksäcken verstauen. Jetzt wurde es angenehm warm und der Abstieg fiel nicht mehr ganz so schwer.auf dem weg nach baad Irgendwann erreichten wir die Baumgrenze und ab da ging es wie durch den Dschungel. Die Sträucher und Büsche wuchsen meterhoch. 

 

Der Weg bestand leider aus vielen Holzstufen die zum Ausrutschen einluden. Gesagt, getan. Da gibt es doch tatsächlich "Freunde" die sich darüber erfreuen und noch nicht einmal nachfragen ob man sich verletzt hat. auf dem weg nach baad kurz vor der bärgundhütte Ja, Ja so sind sie halt. Bevor wir die Bärgunthütte(1392m) erreichten machten wir noch eine kurze Pause um uns von dem Abstieg aus dem Dschungel zu erholen. An der Bärgunthütte angekommen, trennen sich erst mal unsere Wege. Albert und ich laufen nach Baad und der Rest der Gruppe wartet noch eine Weile an der Hütte. Um 1225Uhr kommen Albert und ich in Baad an.  

 

Ich bleibe in Baad und Albert fährt mit dem Linienbus um 1230Uhr nach Riezlern um das Auto zu holen. Nach langem Warten kommt der Rest der Gruppe am Parkplatz an, auch Albert kommt zu diesem Zeitpunkt, wie abgemacht an. Die Rucksäcke werden im Auto verladen und ab geht es nach Mittendorf zur Zimmersuche. Ist nicht so einfach, also fahren wir zum Fremdenverkehrsamt und lassen uns informieren. Der Befund: Wird wahrscheinlich zu teuer.blick von mittelberg zum mindelheimer klettersteig Also beschließen wir den restlichen Nachmittag nach Oberstdorf und Abends nach Hause zu fahren. In Oberstdorf angekommen machen wir in getrennten Gruppen einen kleinen Stadtbummel durch den Ort und Treffen uns um 1730Uhr an der Kirche. Zum Abschluss geht es in eine Pizzeria, die wir mit gut gefülltem Magen wieder verlassen. Jetzt folgen die letzten Meter zum Parkplatz, den wir um 1920Uhr zur Nachhausefahrt verlassen.   

 

 

Tschüß Allgäu. Ich glaube jeder ist ein wenig müde, aber unter uns gibt es ein armes Schwein das das Auto bis nach Hause fahren muss. Gelle Albert. Um 015Uhr kommen wir endlich zu Hause an.    Auch dies war trotz der Neuerung (Frauen) wieder eine sehr schöne Tour. Was mir besonders gut gefallen hat war die Kürze der Tagestouren, weil jeder am Nachmittag noch tun konnte was er wollte. Meistens einen kleinen Berg besteigen oder Ähnliches.